Fugenabdichtung von TASIKO Steinen

Fugenabdichtung

Vorteile des Systems Betonfertigteil – Fuge

  • Der Fugenraum ist durch das Fertigteilsystem optimal vorbestimmt
  • Die Betonelemente haben eine sehr geringe Restfeuchte
  • Die Fugenflanken sind sauber und frei von z.B. Schneidschlämmen
  • Durch die geringe Eindringtiefe von Wasser können hochwertige Betonelemente schnell getrocknet werden
  • Durchgängig geprüfte und dokumentierte Qualität
  • Keine zusätzliche Überwachung der Betongüte nötig
  • Durch geringere Fugenabstände ist die notwendige Gesamtverformung des Fugenabdichtungssystems gering

Fugenabdichtung in Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen

Formelle Voraussetzungen

Die Fugenabdichtung in Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen darf nur durch Fachbetriebe gemäß der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (Übergangsverordnung vom 31. März 2010) erfolgen. Diese müssen vor allem über die zur Verarbeitung des Dichtstoffes notwendigen Geräte und Ausrüstungsteile, sowie über sachkundiges Personal verfügen, welches durch den Hersteller des Dichtstoffes in die Verarbeitung eingewiesen wurde.

Vor den Abdichtungsarbeiten müssen die Umweltbedingungen und die Vorleistungen überprüft und in einem Ausführungsprotokoll festgehalten werden. Weiterhin sind die äußeren Umstände während der Verfugung sowie Abweichungen zu dokumentieren. Der verwendete Fugendichtstoff muss bauaufsichtlich durch eine nationale allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) oder einer Europäischen Technischen Zulassung (ETA) zugelassen sein.

Fugengeometrie

Die Fugengeometrie ist durch das Betonfertigteilsystem festgelegt. Zur Verhinderung einer Drei-Flanken-Haftung und zur Begrenzung der Fugentiefe wird eine Hinterfüllung angebracht. Diese darf nicht wassersaugend und nicht mit dem Dichtstoffsystem unverträglich sein. Sie muss pressend eingebracht werden, um ein Versickern von selbstnivellierendem Dichtstoff zu verhindern und muss beim Abglätten von standfestem Dichtstoff hinreichend Widerstand bieten. Die Fugentiefe ist auf 0,8 bis 1 mal der Fugenbreite festgelegt.

Verfugung

Vor der Verfugung wird überprüft, ob der Fugenspalt für die Aufnahme des Fugenabdichtungssystems tief genug ist. Ggf. ist überschüssiger Sand zu entfernen. Danach wird die Hinterfüllung pressend eingebracht, ohne die Schaumstoffschnur in der Länge zu dehnen. Es ist darauf zu achten, dass Teilstücke ohne Lücke eng aneinander liegen. Der Auftrag des Voranstriches/Primers muss entsprechend den Herstellerangaben erfolgen. Beim Auftragen soll die Fugenfase mit benetzt werden und die gesamte Haftflanke dünn mit Primer eingestrichen sein.

Nach der festgelegten Ablüftzeit des Primers wird der Dichtstoff entsprechend den Herstellerangaben vorbereitet/angemischt und mittels Handspritze in den Fugenraum eingespritzt. Im befahrenen Bereich erfolgt das bis zur Fasenunterkante. Selbstnivellierender Dichtstoff füllt den Fugenraum selbstständig aus. Standfester Dichtstoff muss mit den Fugenflanken durch Andrücken in Kontakt gebracht und anschließend geglättet werden. Der Betreiber ist über die unterschiedlichen Durchhärtezeiten der Fugenabdichtungssysteme zu informieren.